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Musik & Events

Ex-„Caught in the Act“-Star Lee Baxter im Interview

Lee BaxterFür Liebhaber von Boybands dürften die 90er Jahre wohl ein Paradies gewesen sein. Neben Take That, den Backstreet Boys und *NSYNC erfreute sich damals auch eine Band aus England und Holland äußerster Beliebtheit: Caught in the Act.

Bastiaan Ragas, Benjamin Boyce, Eloy de Jong und Lee Baxter hießen die Mitglieder, die bis zur Auflösung der Band im Jahre 1998 rund um den Globus tourten, die Mädels zum Ausflippen brachten und jede Menge Hits in den Charts platzierten.

Nachdem zuletzt Ex-Bandmitglied Benjamin Boyce mit seinem Auftritt im Dschungelcamp für Furore sorgte, war es hierzulande um die anderen drei Jungs in den letzten Jahren eher ruhig bestellt. Doch am vergangenen Wochenende ließ sich der aus England stammende Lee Baxter zur Freude vieler Fans wieder in „good old Germany“, genauer gesagt in Bonn und Dortmund, blicken. Grund für diesen kleinen Ausflug: zwei exklusive Meet & Greet-Events für seine treuen Anhänger.

Wir trafen den inzwischen 44-jährigen Sänger und Schauspieler im Anschluss in Dortmund und sprachen mit ihm ein wenig über die Vergangenheit als Boyband-Star und sein jetziges Leben in England.

Wie kommt es, dass du nach all den Jahren wieder Musik machst?

Ich wollte eigentlich keine Musik mehr machen, hatte damit abgeschlossen, ein neues Leben mit der Schauspielerei begonnen und nannte mich daher Collin Baxter. Einfach alles hatte sich verändert. Dann bekam ich eine Rolle in einem Film namens „Profile of Fear“ und wurde gebeten, den Titelsong dazu zu singen. Ich wollte es eigentlich nicht machen, aber wollte gleichzeitig auch die Rolle nicht verlieren und habe zugesagt. Es gab allerdings noch keinen Song und so kam der Kontakt mit meinem jetzigen Produzenten Paul Glaser zustande, der „No one but myself“ für mich bzw. den Film schrieb. Die Reaktionen auf den Track waren sehr positiv. 3-4 Jahre danach wurde ich dann gefragt, warum ich den Song nicht einfach den Fans zum Download anbieten würde. So kam die Sache mit der Musik dann wieder ins Rollen.

Wie würdest du deine jetzige Musik beschreiben?

Einige meiner Songs haben einen leicht rockigen Touch im Gegensatz zu den Songs, die ich zu den früheren Boyband-Zeiten gesungen habe. Paul wollte mit seinen Songs zeigen, dass ich auch andere Stile wie bei „This side of Eden“ oder der Up-Tempo-Nummer „For what it’s worth“ singen kann. Richtig beziffern kann ich meinen Stil gar nicht, aber meine Fans nennen es „Leeish“ und finden, dass meine Stimme viel Gefühl beinhaltet.

Was hörst du denn privat gerade für Musik?

Momentan höre ich viel von Ed Sheeran. Ich liebe sein aktuelles Album. Es ist fantastisch. Mein Lieblingssong ist der letzte Song darauf, „Afire Love“. Er singt darin über seinen Großvater, der Alzheimer hatte, und die Worte sind einfach so schön. Ich werde immer ganz emotional, wenn ich den Song höre. Seine Stimme berührt mich sehr.

Hast du Ed Sheeran schon mal live gesehen?

Leider nein. Er ist gerade in England, aber ich habe ihn leider verpasst.

Was war denn dein letztes Konzert?

Das war Lady Gaga im „The O₂“ in London. Sie ist eine brilliante Sängerin.

Mit welchem Künstler würdest du gerne mal zusammenarbeiten?

Definitiv Ed Sheeran.

Googlest du dich eigentlich manchmal selbst?

Ja manchmal schon. Auch meine Freunde googlen mich ab und zu und berichten mir dann. Als sie einiges über meine Boyband-Karriere herausfanden, fanden sie es sehr spannend aber auch lustig. Öfter als Google checke ich die Anzahl der Views meiner Videos auf YouTube und freue mich immer riesig, wenn es mehr geworden sind. Twitter nutze ich ebenfalls, allerdings überwiegt bei mir Facebook. Ich bin mittlerweile schon zu einem kleinen Selfie-Süchtigen geworden.

Du bist ja gerade in Deutschland wegen deiner Meet & Greets in Bonn und Dortmund. Wer hatte die Idee für diese Events?

Das war mein Fan Aida. Als ich in Hamburg „This side of Eden“ aufgenommen und den Videoclip dazu gedreht habe, habe ich sie getroffen und sie hat mir erzählt, dass es noch viele Fans gibt, die mich gerne treffen würden. Sie bot an, ein solches Fantreffen zu arrangieren und so fing alles an.

Und wie haben dir die Meet & Greets gefallen?

Es war toll! Ich war im Vorfeld ganz schön nervös. Als ich den Soundcheck für die erste Veranstaltung in Bonn hatte, dachte ich nur, dass alle meinen Gesang schrecklich finden würden. Mir wurde zwar erzählt, dass dem überhaupt nicht so war, aber vor Aufregung hatte ich einen ganz trockenen Mund und trank deswegen ein Wasser nach dem anderen, so dass ich wiederum ständig zur Toilette gehen musste. Als ich dann allerdings auf der Bühne stand, war es ein irres Gefühl. Die Liebe von allen im Publikum fühlte sich an wie früher bei Caught in the Act. Obwohl ich nichts vorbereitet hatte und nicht wusste, was ich sagen sollte, lief es dann wie von alleine.

Die Tickets für beide Termine waren schon nach kurzer Zeit ausverkauft. Hattest du mit diesem großen Andrang gerechnet?

Wir hatten zunächst nur das Event in Dortmund geplant. Dort passen eigentlich 200 Leute in die Location, aber wir wollten es mit 100 Leuten etwas kleiner halten, damit jeder Fan auch wirklich auf seine Kosten kommt. Dann haben wir die Veranstaltung bei Facebook angekündigt und sie war bereits nach 45 Minuten ausverkauft, so dass viele Fans anschließend enttäuscht waren, weil sie keine Karte mehr bekommen hatten. Als kleine Entschädigung habe ich dann 10 weitere Tickets verlost. Weil dann immer noch viele traurig waren, fiel die Entscheidung für einen zweiten Termin am Tag vorher in Bonn.

Hast du viele Fans von damals wiedererkannt?

Ja, sehr viele. Ich kommuniziere auf meiner Facebook-Seite generell viel mit meinen Fans, so dass ich ihre Gesichter von dort kenne. Außerdem sind viele von ihnen Mitglieder der Facebook-Gruppe „Lee Baxter“, in der ich auch selbst zu finden bin. Daher habe ich viele in Bonn und Dortmund wiedererkannt und wusste gleich ihren Namen.

Sind noch mehr Meet & Greets dieser Art geplant?

Ja, ich möchte definitiv noch mehr davon machen. Es gibt zwar noch keine konkreten Pläne, aber dies war erst der Anfang.

Gibt es etwas, auf das du dich bei deinen Aufenthalten in Deutschland immer freust oder was du dir immer besorgen musst, z.B. deutsches Bier oder deutsches Brot oder ähnliche Dinge?

Ich liebe deutsches Bier und ich liebe auch deutsches Brot. Und ich mag das deutsche Bahnsystem. In Hamburg sind die Züge immer pünktlich und fahren ziemlich oft. In meiner Heimat England dagegen fallen Züge sofort aus, wenn nur ein Hauch von schlechtem Wetter in Sicht ist, Blätter auf die Gleise fallen oder es ein wenig schneit. In Deutschland dagegen scheint man mit solchen Gegebenheiten besser klarzukommen.

Dem können wir nicht so ganz zustimmen…

Ok, man muss dann wohl in England wohnen um das deutsche Bahnsystem richtig würdigen zu können.

Du hast dich in diesem Jahr nach langer Zeit wieder mit den anderen ehemaligen Mitgliedern von Caught in the Act getroffen. Warst du zuvor sehr aufgeregt und wie verlief das Treffen?


Ja, ich war sehr nervös. Eigentlich war jeder von uns nervös. Bastiaan hat mich an dem Tag am Flughafen abgeholt und wir haben uns gleich wieder gut verstanden. Dann haben wir Eloy getroffen und anschließend kam Ben dazu. Das Treffen fand im Restaurant des Hilton-Hotels, welches Eloy und Bastiaan sehr gut ausgewählt hatten, statt, da wir dort in einem privaten Bereich ganz für uns waren und uns in Ruhe unterhalten konnten. Wir haben viel gelacht und haben Dinge diskutiert, über die wir damals nie geredet haben. So haben sich viele Missverständnisse nach langer Zeit endlich aufgeklärt. Es war toll.

Was hast du denn an den alten Caught in the Act-Zeiten überhaupt nicht vermisst?

Was ich nicht vermisse, ist all die harte Arbeit. Die meisten Leute wussten gar nicht, wie erschöpft wir teilweise waren. Wir sind sehr viel gereist, mussten proben, hatten oft nachts um 2 Uhr noch Fotoshootings für Zeitschriften, mussten Weihnachten arbeiten – all das war sehr anstrengend und irgendwann waren wir nur noch müde. Die letzten zwei Tage hier in Deutschland waren ein wenig so wie damals. Um 4:30 Uhr aufstehen, mehrere Stunden Anreise, ab ins Hotel, ab zum Soundcheck, warten, Auftritt, Meetings bis 1:30 Uhr nachts. Diesen stressigen Part vermisse ich nicht.

Und was hast du vermisst?

Ich habe die Liebe von den Fans und die Energie, die von ihnen ausgeht, vermisst. Diese Energie macht süchtig. Es ist schön, wenn du weißt, dass du jemandem viel bedeutest. Ich vermisse auch das Reisen, das Kennenlernen neuer Orte. So etwas ist immer eine tolle Erfahrung.

Verglichen mit dem Leben damals in den 90ern ist dein Leben jetzt wohl ziemlich anders. Wie sieht dein Alltag inzwischen aus?

Mein Leben ist viel entspannter. Es kommen keine Fans mehr zu meinem Haus, wie es damals ständig der Fall war. Ich konnte nie das Haus verlassen, ohne dass dort jemand auf mich wartete, hatte sogar deswegen Ärger mit meinen Nachbarn. Jetzt liebe ich Spaziergänge, fahre gern ans Meer, da ich nicht weit davon entfernt wohne. Ich habe tolle Freunde, die mir sehr wichtig sind und mit denen ich viel unternehme.

Du hast seit kurzem eine neue Booking-Agentur namens Universe Media Relations. Ist das ein Zeichen dafür, dass wir bald wieder mehr von dir und deiner Musik sehen und hören werden?

Die beiden Mädels haben mich kontaktiert und mir ihre Hilfe angeboten, damit ich in Zukunft hoffentlich mehr Auftritte machen kann. Es bringt mehr, wenn eine professionelle Booking-Agentur sich darum kümmert. Ich bin sehr dankbar für diese Unterstützung und froh, dass ich so viele smarte Frauen um mich habe, die mir mit Universe Media Relations, meinem Fanclub oder auch den Meet & Greets helfen.

Dann hoffen wir, dass man dich bald wieder öfter live on stage sieht! Viel Erfolg beim Comeback und danke für das Interview!

Was Lee an diesem Tag noch Spannendes über die Zeit nach dem Boyband-Aus und seine „Flucht“ in die Spiritualität erzählt hat, könnt ihr auf www.beingfitisfun.com nachlesen.

Und wenn ihr den sympathischen Sänger gern mal live erleben wollt, können wir euch folgende Termine ans Herz legen:

  • 01.08.2015
    Popschlager Total in Oberhausen (Tickets bekommt ihr hier)
  • 24.10.2015   
    Back to the 90s Party in Oberhausen (Tickets bekommt ihr hier)

Mehr Informationen zu Lee findet ihr unter www.leebaxter.de und www.universe-mediarelations.de.

Lee Baxter

Reiseverrücktes Nordlicht mit einer Vorliebe für gutes Essen, Konzerte, Sneakers, Island und die tollste Stadt der Welt (London).

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